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Katholische Kirchengemeinde
St. Antonius und Benediktus
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Aktuelles

Aktuelle Nachrichten aus unserer Gemeinde. Für weitere Informationen klicken Sie bitte einfach auf die Überschrift der jeweiligen Nachricht.

Vorabendmesse in St. Benediktus
Die Vorabendmesse in der St. Benediktus-Kirche wird auf Wunsch vieler Pfarrangehöriger ab dem 1. Advent, 3.12., um eine viertel Stunde vorverlegt. Die Vorabendmesse beginnt dann um 18.15 Uhr.
Sternsingeraktion
Kinder und erwachsene Begleiter für die Sternsingeraktion in unserer Gemeinde gesucht!
Wir schenken dem Christkind
Sammlung von gut erhaltenem Spielzeug an unseren Krippen an den Weihnachtstagen
esperanza
Sammlung von Babykleidung in allen Größen für das Hilfenetzwerk "esperanza" in unserem Pastoralbüro.
KAB-Jugend-Bühne
Vorverkauf der Jugendbühne ist gestartet
"Engel gesucht"
zum Mitspielen in der Krippenfeier am 24.12.2017 um 15.30 Uhr in St. Antonius

St. Anna - Niederkassel

St. Anna in Niederkassel (Foto: Bartholdt)
St. Anna in Niederkassel (Foto: Bartholdt)

Lage

Regelmäßige Gottesdienste

In der St. Anna-Kirche finden keine Gottesdienste mehr statt.

Geschichte der Kirche

Die Pfarreien in den 1909 nach Düsseldorf eingemeindeten linksrheinischen Stadtteilen Ober- und Niederkassel sind vergleichsweise junge Gemeindegründungen im Erzbistum Köln. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gehörten die katholischen Einwohner von Ober- und Niederkassel zur Benediktus-Pfarre in Heerdt. Die relativ großen Entfernungen zwischen den einzelnen Ortsteilen erschwerten vor allem im Winter die seelsorgliche Betreuung, so dass mit dem Wachsen der Ortsteile der Ruf nach einer eigenständigen Pfarrei und Kirche in Ober- und Niederkassel immer lauter wurde. Nachdem der Kirchbauverein für Ober- und Niederkassel ein Grundstück erworben hatte, konnte im Zentrum von Niederkassel eine schlichte Kirche errichtet werden, die 1891 dem heiligen Antonius von Padua geweiht wurde. Im Jahre 1902 wurde St. Antonius Rektoratspfarre, drei Jahre später wurde die Gemeinde zur kanonischen Pfarrei erhoben. Doch mit dem raschen Anwachsen der Bevölkerung von Ober- und Niederkassel genügte die Kirche den Ansprüchen bald nicht mehr. Deshalb entschied man sich für den Bau einer wesentlich größeren Kirche in Oberkassel, die 1911 geweiht wurde und das Patrozinium der Niederkasseler Kirche übernahm.

An der neuen Kirche fand die eingesessene Niederkasseler Bevölkerung jedoch wenig Gefallen. Deshalb setzte sich Pfarrer Schürger dafür ein, einen neuen Seelsorgebezirk in Niederkassel einzurichten: Die bisherige Pfarrkirche wurde der heiligen Mutter Anna geweiht und 1911 Rektoratskirche in Niederkassel. Im Jahre 1918 wurde die vermögensrechtliche Trennung von St. Antonius vollzogen, St. Anna war damit eine eigenständige Pfarrei. Aus den beiden Pfarreien ging im Jahre 1930 noch die Pfarrei Christus König hervor, doch zu Beginn des Jahres 2005 haben sich die drei Gemeinden, bedingt durch die schwierigen Zeitverhältnisse, wieder zu einer Gemeinde zusammen geschlossen.

Bereits im Jahre 1929 erwies sich St. Anna in Niederkassel als viel zu klein für die mehr als 2.000 Pfarrangehörigen. Im Mai 1938 waren zwar der Turm und eine Erweiterung der Kirche fertig gestellt, doch spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg war St. Anna nur noch eine Notlösung. Da sich eine Erweiterung nicht mehr lohnte, war ein Neubau unausweichlich geworden. Nachdem die Gemeinde 1962 ein neues Grundstück erworben hatte, legte der Kölner Architekt Nikolaus Rosiny im Jahre 1965 die Pläne für ein modernes Gemeindezentrum vor. Zu diesem sollten neben der Kirche ein Kindergarten, ein Pfarrhaus, Wohnungen für Küster und Organisten sowie eine Bücherei und ein Jugend- und Pfarrheim gehören. Die einzelnen Gebäude wurden in mehreren Bauabschnitten zwischen 1967 und 1978 fertig gestellt. Die alte St.-Anna-Kirche wurde 1969 niedergelegt.

Innenansicht der Kirche St. Anna in Niederkassel
Innenansicht der Kirche St. Anna in Niederkassel

Besonderheiten und Kunstwerke

Seit der Weihe des neuen Gotteshauses am 19. Oktober 1968 bildet St. Anna eine architektonische Insel im Zentrum von Niederkassel, die sich deutlich von der umgebenden Bebauung absetzt. Das Niveau des Kirchplatzes befindet sich mehr als einen halben Meter unter dem Straßenniveau, ein sternförmiges Muster im Asphalt führt den Besucher geradewegs auf die Kirche zu. Ziegelmauerwerk, Kupferblech und Schiefer bilden die äußeren Gestaltungsmerkmale des Baukomplexes, der aus zahlreichen, verwinkelt ineinander geschobenen Baukörpern besteht. Über dem in eine schmale Wand integrierten Haupteingang befindet sich ein von Rudolf Peer gestaltetes Betontympanon, das ein Bildnis der „Anna Selbdritt" enthält und dem an der Seite in historisierender Anspielung ein Wasserspeier beigegeben ist.

Ein Blick auf die Südseite zeigt die unterschiedlichen Höhen und Umrisse der einzelnen Baukörper, die sich gleichsam wie ein Berg auftürmen und aus deren Mitte der verschieferte Orgelturm herausragt. An den Ecken und Nahtstellen der einzelnen Baukörper befinden sich vertikale oder horizontale Fensterbänder, die das Tageslicht in das Gebäude führen. Der ebenfalls verschieferte Glockenturm wächst im Osten aus dem Komplex hervor und verleiht der Anlage beinahe einen wehrhaften Charakter. Im Nordosten geht die Kirche in ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten über, dessen Zentrum durch das weiße, zylindrische Treppenhaus betont wird.

Bereits der kleine Rundgang um die Kirche hat den Eindruck vermittelt, dass es sich um ein Gotteshaus mit einem komplexen asymmetrischen Grundriss handelt. Die Mitte der Kirche bildet ein rechteckiger Saal, der von Nordwesten nach Südosten verläuft und in einem Chor mit Altarzone endet. Im Süden und Norden sind querschiffartige Seitenflügel angefügt, die sich dem Chor zuwenden. Der nördliche Anbau ist um 45 Grad abgeknickt, dahinter befindet sich die Sakristei, von der aus man in das Wohnhaus gelangt. Am südwestlichen Rand schiebt sich eine kleine Werktagskapelle aus dem Umriss heraus.

Der Innenraum macht dank der einfallsreichen Belichtungsführung einen sehr großzügigen und wohlproportionierten Eindruck. Er besitzt zwar kein Zentrum, aber eine Richtung, die klar auf die Altarzone weist. Die stark ausgebildeten Deckenrippen fassen die einzelnen Baukörper zu einem homogenen Ganzen zusammen. Breite, helle Buntglasfenster in den Obergaden des südlichen und nördlichen Seitenflügels lenken in geschickter Weise das Tageslicht in den großen Kirchensaal. Auf dem Weg in die Werktagskapelle passiert der Besucher die so genannte St.-Anna-Säule: An einer wuchtigen Säule mit kräftiger Basis, die als Stütze für die darüber gelegene Orgelempore dient, befindet sich eine farbig gefasste Holzplastik der Kirchenpatronin. Die südliche Wand der Werktagskapelle schmückt eine ebenfalls bemalte Figur der „Mariä Himmelfahrt".

Die große Altarzone ist um eine flache Stufe über den Boden des Kirchenraumes erhöht; eine auf drei Stufen gelegene und seitlich versetzte Priesterbank schließt die Wand nach Südosten hin ab. Erst von hier aus gewinnt man den rechten Blick in das nördliche und südliche Querschiff, die als selbstständige Elemente innerhalb des räumlichen Gefüges ganz auf den Altar ausgerichtet sind. In den weitläufigen Altarbereich sind sowohl neue als auch einige Einrichtungsgegenstände aus der alten Annakirche integriert. Besonders hervorzuheben ist der neubarocke Antoniusaltar, der heute als Sakramentsaltar dient und die Kontinuität mit der alten Kirche herstellt. Da die Übernahme von vornherein geplant war, wurde diesem wichtigen Ausstattungsstück eine große Nische gewidmet, in der der Altar indirekt von oben beleuchtet wird. Auch die alte Kanzel – heute nur noch ein historisches Erinnerungsstück – stammt aus der alten Kirche. Das Gleiche gilt für die beiden Altartafeln mit Darstellungen des „Ecce Homo" und der Kreuzabnahme. Sie wurden vermutlich im Umkreis des im 16. Jahrhundert in Köln tätigen Malers Barthel Bruyn d. Ä. gefertigt.

Zu den modernen Ausstattungsstücken gehört der Zelebrationsaltar aus rotem Sandstein, der an den vier Seiten mit kleinen Bronzereliefs der vier Evangelisten versehen ist. Der Entwurf stammt von dem Künstler Rudolf Peer aus Sürth, der auch den Ambo gestaltet hat. Neben dem rechtwinklig versetzten Haupteingang im Nordwesten des Kirchensaales hängt ein altes Missionskreuz, das aus der alten Kirche stammt. In sehr eindrucksvoller Weise beleuchten die asymmetrisch angeordneten Glasfenster die verschiedenen Räume. Die Entwürfe stellte die Künstlerin Sigrid Kopfermann ohne Honorar zur Verfügung. Die im Laufe der Jahre gestifteten Fenster mit ihrer offenen Symbolik verleihen dem nüchternen Raum ein warmes und lebendiges Farbenspiel und laden den Besucher zur Meditation ein.